Leonardo daVinci

Der Goldene Schnitt (4)

Dieses Bild zeigt einmal mehr, wie prägend der Goldene Schnitt für diese Zeichnung ist.

Es hat viele Jahre gedauert, diese Zeichnung da Vincis zu analysieren. Im Laufe dieser Zeit wurde mehr und mehr deutlich, dass da Vinci -durch die Merkmale der Figur- etliche Hinweise an die Nachwelt übermittelt hat. Es sind alles Hinweise dahingehend, dass in dieser Zeichnung viel, viel mehr steckt, als nur der Mensch in einer geometrischen Anordnung.

Es ist nicht nur diese proportional korrekte und naturgetreue Zeichnung eines Mannes selbst, die es so zuvor noch nie gegeben hatte, sondern auch die Intensität und Präsenz der Figur selbst.

Ganz besonders hervorzuheben in diesem Punkt, sind die Pupillen der Figur! Sie haben eine fast unheimliche Durchdringungskraft auf den Betrachter. Und ob man es glaubt, oder nicht -ich habe mich fast davor gesträubt, Konstruktionslinien durch die Pupillen hindurchzuziehen…

Aber das Ergebnis ist beeindruckend, wie die eingezeichneten Linien zeigen. Im Grunde sind die roten Linien die Verbindung zwischen den Pupillen, den Endpunkten der Schlüsselbeinlinie und den Endpunkten der Brustlinie in den Achseln der Figur. In Verbindung mit der Trennungslinie des Goldenen Schnitts aus der Quadratseitenlänge, ergibt sich eine Reihe von Schnittpunkten.

Dass diese Linien keine Willkür sind, beweisen schließlich die Durchtrittspunkte am Kreisbogen neben den Füßen des homo ad circulum. Insbesondere aber ist es die Übereinstimmung mit den Teilstrichen auf der Maßleiste, die zeigen, dass da Vinci auch diese Hintergrundgeometrie im Visier hatte.

Eine ähnliche Geometrie führt zu einer Variante der Quadratur des Innenkreises -und kann u. a. über die Positionierung der Finger nachgewiesen werden.