Leonardo daVinci

Michael Maier’s ATALANTA FUGIENS von 1615

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Der Autor:
„Die Quadratur des Kreises zu finden, war nicht primäre Aufgabe dieser Abhandlung! Die selbst gestellte Aufgabe war vielmehr herauszufinden, was da Vinci da eigentlich gemacht hat. Ausgebildet im Technischen Zeichnen und berufliche Veröffentlichungen zur menschlichen Schädelanatomie waren mein Grundgerüst zu dieser Arbeit.
Später erst, nach ca. vier Jahren der Analyse, kamen da Vincis Aussagen zur Quadratur hinzu. Ob diese aber auch in der Zeichnung des Vitruvianischen Menschen drinsteckten, war zunächst nicht klar.
Zugegeben, nach vielen „Irrwegen“ in der Deutung und Analyse dieser Zeichnung, kann ich jetzt nachweisen, dass dieses Werk da Vincis tatsächlich „seine“ Lösung zur Quadratur des Keises ist. Allein dafür ist diese Zeichnung angefertigt worden -und zwar
nach dem 29.11.1504.“

Hier liegt jetzt der mathematische Beweis vor, dass Leonardo da Vinci eine Approximation (Annäherung) zu π von 99,99996376…% erreicht hat, ohne die weiteren Nachkommastellen der Kreiszahl π gekannt zu haben! Es ist bis heute eine der besten, geometrisch hergeleiteten Annäherungen an die Kreiszahl π, vollbracht von einem wahren Genie -und das bereits vor über 520 Jahren!

Vorwort zur ‚Quadratur des Kreises‘

Was ist die „Quadratur des Kreises“?
Aus einem vorgegebenen Kreis soll ein Quadrat gezeichnet werden, welches den identischen Flächeninhalt hat. Nach den antiken Vorgaben darf dieses Quadrat nur mit einem Zirkel und einem unmarkierten Lineal konstruiert werden.

Da kommt schon wieder einer daher, der behauptet, hinter das Geheimnis der Zeichnung von da Vinci (…da Vinci-Code) gekommen zu sein, oder gar die Quadratur darin gefunden zu haben„.

So sind Historiker und Mathematiker voll des Verdrusses, wenn wieder einmal ein Laie daherkommt und ihr angestammtes Terrain betritt.
Historiker, weil sie mindestens ein Studium der Kunsthistorik oder Archäologie erwarten, wenn man sie zu einem Thema anspricht. Und ganz heftige Allergieschübe bekommen, wenn jemand beispielsweise über Pyramiden, Symbolik oder verborgene Geheimnisse früherer Kulturen spricht.
Mathematiker, weil sie nichts durchgehen lassen, was nicht hochkarätig  bewiesen und mehrfach bestätigt wurde. Und nichts schlimmeres kennen, als jemanden, der angeblich schon wieder die Quadratur des Kreises gefunden haben will. Und leichtes Unwohlsein verspüren, wenn allenthalben der Goldene Schnitt gesehen wird.

Wissenschaftler haben das große Problem, ihre Reputation aufs Spiel zu setzen, wenn sie sich einer Sache anschließen, die sich später als falsch herausstellt. Für sie gibt es nichts Schlimmeres. Seriosität steht hier über allem und deshalb möchten sie lieber nicht mit populärwissenschaftlichen Ideen und Ansätzen in Verbindung gebracht werden.
Sagen wir doch einfach, was es trauriger Weise ist: Eine Voreingenommenheit gegenüber Fachfremden, oft gepaart mit Überheblichkeit und es geht schlimmstenfalls sogar mit einer Herabwürdigung einher. Wissenschaftler sollten jedoch offen sein für Ansätze, die sie innerhalb ihres Fachbereichs nicht finden können, ja, vielleicht einfach nicht sehen. Alles, was Wissen schaffen könnte, sollte in der Wissenschaft vorurteilslos angehört bzw. in eine Überprüfung einfließen. Das ist wissenserweiternd, bringt Erkenntnisse -und könnte damit sogar erst zur Lösung führen.

Nun, Laien beschäftigen sich mit solchen Themen gerne, weil es zur Geschichte der Menschheit gehört. Zumal auch dann, wenn es allenthalben heißt: „Die Wissenschaft rätselt noch darüber, wie die Menschen der Antike zu solchen Leistungen fähig waren“ (siehe hier: Mechanismus von Antikythera).
Fachfremde haben vielleicht genau die Ansätze und Ideen, die zur Lösung beitragen können. Es gibt nicht wenige Beispiele dazu. Das liegt zum großen Teil auch daran, dass sie unbefangen und frei an ein Thema herangehen können. Sie Wege zur Lösung finden und ganz andere Sichtweisen entwickeln, auf die Fachkundige gar nicht gekommen wären.
Dieser Freiheit, „mitforschen“ zu wollen, sollte man nicht herablassend begegnen.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Galleria dell‘ Accademia in Venedig, dort, wo die Zeichnung da Vincis aufbewahrt wird, nicht ein einziges Mal auf ordentliche Anfragen geantwortet hat. Ebenfalls verwundert es nicht, dass die Historiker, die sich mit da Vinci beschäftigen bzw. beschäftigt haben, einem in barschem Ton eine Abfuhr erteilen.

Wie sagte doch ein guter Bekannter von mir  vor kurzem – selbst Wissenschaftler – zu meinem Vorhaben: „Wenn du das machst, dann begibst du dich in ein riesiges Minenfeld“.

Ja, gut. Dann drehen wir den Spieß doch um: Da die vorliegende Analyse zur Quadratur auf strikte Beweisführung aufgebaut ist, wünsche ich mir von Kritikern, dass sie mir die Fehler in der Beweiskette benennen.

Leonardo da Vinci schreibt in der Nacht vom 29. auf den 30. November 1504 in seinen Aufzeichnungen (Codex Madrid II.1125): „In der Nacht von Sankt Andreas fand ich das Ende der Quadratur des Kreises, und zu Ende war das Licht und die Nacht und das Papier, auf das ich schrieb, und zu Ende die Stunde“.

Nehmen wir das ernst.