Leonardo daVinci

Positionierung der Finger

Betrachtet man die vier Hände der Figur und darin insbesondere die zwanzig Finger, dann wird man recht schnell bemerken, dass sie hier und da etwas „seltsam“ gezeichent sind.

Im Zuge der Analyse dieser Zeichnung hat sich bestätigt, dass diese „Auffälligkeiten“ kein Zufall sind. So, wie (frühere) Gemälde meistens eine Information an den Betrachter übermitteln, so deutet auch da Vinci mit der Positionierung der Finger auf etwas hin. Bei den Mittelfingern ist die Botschaft eindeutig zuzuordnen -es sind die Schnittpunkte der Geometrien und bestimmte Punkte an den Quadratseiten links und rechts.

Ganz natürlich zeigen auch die „Zeige“-Finger auf etwas hin. Der Zeigefinger oben links ist auffällig abgeknickt und zwischen Zeigefinger und Daumen wird ein Maß angezeigt. Der Zeigefinger links unten steht abgespreizt und er hat ebenfalls einen auffälligen Knick im mittleren Gelenk. Ganz anders als der Zeigefinger rechts, der nämlich eng am Mittelfinger anliegt.

Schließlich wird sich zeigen, dass nahezu jede maßgebliche, geometrische Konstruktion mit einem ‚Fingerzeig‘ von da Vinci bedacht wurde. Das gilt für die Rasterung des Quadrates, für den Goldenen Schnitt und sogar für die Quadratur des Kreises.

In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, ob die Position der Fingerspitzen zu beiden Seiten, zu der linken und rechten Feineinteilung auf der Maßleiste passt? Denn es scheint offensichtlich diesen Bezug zu geben. Tatsächlich passt da aber wenig zusammen: Von den achtzehn möglichen Treffern sind es gerade einmal drei, bis vier Linien, die man den Fingerspitzen zuordnen könnte. Das ist einfach viel zu wenig für eine anzunehmende Korrelation.