Goldener Schnitt im Kreis (4)
Dieses Bild vervollständigt den Beweis, dass der Goldene Schnitt die Maßeinheit dieser Zeichnung ist. Da Vinci zeigt dies durch die Zehspitze des quergestellten Fußes eindeutig an.
Der eingezeichnete, blaue Kreisbogen, markiert alle Positionen, die im Goldenen Schnitt zum Leonardokreis stehen. Zwei von diesen Positionen verwendet da Vinci selbst, um seinen Vitruvianischen Menschen in diesen Kontext zu stellen. Zum Einen ist es die Brustlinie selbst, die er über den Goldenen Schnitt beider Geometrien (Kreis und Quadrat) zusammenfügt. Zum Anderen ist es der kleine Markierungspunkt auf der Peniseichel, der ebenfalls auf diesem Kreisbogen liegt.
Um es noch einmal zu betonen: Der Goldene Schnitt ist nicht irgendetwas Nebensächliches, welches das Verhältnis zweier Strecken zueinander wiedergibt. Es ist vielmehr eine Naturkonstante, die Lebendes (…Liquides, siehe Quasikristalle) in seiner Ausformung prägt und Wachstum steuert. Das hat da Vinci durch seine Beobachtungen und Studien gesehen und als ein gemeingültiges Momentum der Natur erfasst.
Ungefähr im Jahr 1510 schließt er dann seine gesamten Erkenntnisse aus seinen, bis dahin nahezu 40 Jahren Forschung ab, mit einem Zitat, was selbst heutige Wissenschaftler erstaunt und hoch achten, weil es sich bestätigt hat:
„Ogni atto naturale è fatto dall’attuale nell’attuato nel più brieve tempo che far si possa.“
„In nature every action is carried out in the shortest possible time taking the current state into the next actualised one“
„In der Natur wird jede Handlung in kürzester Zeit ausgeführt, wobei der aktuelle Zustand in den nächsten aktualisierten Zustand überführt wird“
(Codex Leicester, 29v)