Der Goldene Schnitt des Kreises

Diese Variante des Goldenen Schnitts zeigt quasi die Vorarbeit für die später gezeigte Quadratur des Da-Vinci-Kreises (…den des homo ad circulum).

Dass Leonardo da Vinci genau diese geometrische Konstruktion verfolgt hat, ist an den eindeutigen Hinweisen zu erkennen. Zunächst einmal schließt der kleine Kreisbogen exakt mit der Brustlinie (2r =3/4a x Φ) und dem bereits erwähnten Punkt auf der Peniseichel ab. Symbolisch gesehen, sind das schlagende Herz -das Merkmal für das Leben- und die Zeugung des Lebens somit im Kreis des Goldenen Schnitts eingebunden.

Um die Bedeutung der Positionierung und die Größe des linken Fußes der Figur ranken sich zahlreiche Analysen und Meinungen. Nun lässt sich aber ganz eindeutig nachweisen, dass die Länge des Fußes nicht als 1/7 der Grundseitenlänge des Quadrates (=1/7 der Mannshöhe) und diese Fußlänge sich auch nicht über das alte römische Längenmaß (Fuß=pes) ableiten lässt. Tatsächlich ist der Fuß sogar etwas kleiner als 1/7a, denn dessen Ferse schließt nicht mit der Mittelsenkrechten/Halbierenden ab. Der Schnittpunkt liegt genau unter dem großen Zeh des rechten Fußes der Figur. Damit stößt die Ferse gegen den großen Zeh -und nicht an die Mittelsenkrechte.

Da Vinci hat den Fuß also deshalb so positioniert, damit dessen Zehspitze exakt auf die Trennlinie zwischen Φ-Major und Φ-Minor aufmerksam machen soll. Das ist die Botschaft.