Der Goldene Schnitt in der Natur
Der Goldene Schnitt (Φ, Phi, GS) ist bestimmendes Element der Natur -quasi eine Art Naturformel. Man findet dieses maß- und formgebende sowie limitierende Element bei Mensch, Tier, in der Natur generell, aber auch in Metallegierungen (z.B. quasikristalline Metalllegierungen).
Anatomie: Auch das Gebiss des Menschen formt sich eindeutig im Goldenen Schnitt aus: Eckzahn bis 2. Prämolar =Φ-Minor, die drei Molaren (Zuwachszähne) =Φ-Major.
Selbst in der Mathematik und der Geometrie, denn hier ist es die Zahl 5, die Bestandteil der Formel für den Goldenen Schnitt ist (Pentagon und Pentagramm formen sich ganz über den GS aus):
Der Mathematiker Leonardo Fibonacci (ca. 1170 – 1240) veröffentlichte im Jahr 1202 das Rechenbuch ‚Liber abbaci‘, in welchem die später nach ihm benannte ‚Fibonacci-Folge‘ erstmalig im europäischen Raum bekannt wurde. Es sind die Zahlenpaare 2:1 3:2 5:3 8:5 13:8 21:13 34:21 55:34 89:55 etc.
Diese Zahlenbruchfolge führt schlussendlich zum Wert 1,6180339887…, dem Goldenen Schnitt. Insbesondere das Zahlenpaar 34:21 (=1,6190476…) ist bestimmend für da Vincis Zeichnung ‚Der Vitruvianische Mensch‘.
Bild links: Quasikristall. Die aufgeschmolzene Legierung wird in Sekundenbruchteilen zum Erkalten gebracht. Die Legierungskomponenten können nicht „in Ruhe“ auskristallisieren, sind also von den üblichen, internen Mechanismen abgekoppelt. Damit unterliegt der Prozess des Auskristallisierens anderen (externen) physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Zum Erstaunen der Wissenschaft zeigen diese Strukturen, dass sie durch und durch den Einflüssen des Goldenen Schnitts unterliegen. Diese hier gezeigten Fünfecke und fünfeckigen „Sterne“ bestehen vollkommen aus der Naturkonstanten Φ.


