Beweisführung für den Goldenen Schnitt
Dieses Bild trifft eine der wichtigsten Aussagen dieses Werkes von da Vinci:
„Das Herz des Menschen liegt exakt im Goldenen Schnitt“
Das schlagende Herz charakterisiert und symbolisiert das Leben. Schon Aristoteles vermutete das Zentrum aller Lebenskraft und des Emotionalen im Herzen. Seit Menschengedenken ist das Herz ein Mysterium, denn es gab keine Erklärung dafür, was es ständig schlagen lässt -und mit dessen Stillstand trat unwiederbringlich der Tod ein. Es trägt also die zentrale Rolle des Lebens in sich.
Leonardos Studien an Verstorbenen haben ihm gezeigt, dass das Herz auch anatomisch das Zentrum aller inneren Organe ist, denn alle Adern führen dorthin -und gehen davon ab.
Der Goldene Schnitt (Φ) ist eine mathematisch-geometrische Besonderheit an sich. Er konzentriert ein Streckenverhältnis in einem einzigen Punkt. Und im Herzen des Menschen konzentriert sich das, was das Leben ist. Kann diese anatomische und mathematisch-geometrische Einzigartigkeit zusammengeführt werden?
Ja, Leonardo da Vinci hat es mit dieser Zeichnung vollbracht! In dieser geometrischen Konstellation sind der GS des Kreises (Brustlinie) und der GS des Quadrates im Herzen zusammengeführt.
Die konstruierten Verbindungslinien stehen im Lot zueinander und die beiden senkrechten Hilfslinien zeigen, dass die Schnittpunkte exakt mit den beiden Teilstrichen auf der Maßleiste übereinstimmen.
So ist es auch kein Zufall, dass der Kreis genau diesen Durchmesser hat. Die Fingerspitzen des homo ad circulo berühren exakt den oberen Schnittpunkt zwischen Quadratoberseite und Kreisbogen -und alles zusammen steht im Goldenen Schnitt.
