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Die (echte) Quadratur des Kreises

Das hier gezeigte Quadrat hat nahezu den gleichen Flächeninhalt, wie der Innenkreis des Grundquadrates.

Es lohnt sich wirklich, dieses Bild ein wenig länger zu betrachten…hier passt wirklich alles zusammen und nichts ist dem Zufall geschuldet.

Der Mittelfinger der linken Hand der Figur zeigt exakt auf den Schnittpunkt (Pfeil), der die obere Seite des gesuchten Quadrates festlegt. Daumen und Zeigefinger der rechten Hand des Homa Circulo zeigen auf die Verlängerung der Senkrechten des gesuchten Quadrates (2). Die roten, schrägen Linien verbinden die von da Vinci angelegten Punkte in der Zeichnung. Das sind die Augen!, die Endpunkte der Schlüsselbeinlinie, die Endpunkte der Brustlinie und der dritte Teilstrich auf der Maßleiste. Diese roten Linien schneiden sich auf der Stirn der Figur. Dieser Schnittpunkt liegt genau 1/45 =0,4cm unterhalb der Quadratoberseite.* Interessant ist hierbei, dass die horizontale Verbindungslinie exakt auf beiden Daumen des Homa Circulo liegt -als würden diese einen Stab in der Waagerechten halten. Leonardo da Vinci hat die Punkte, die die Position der roten Linien festlegen, so platziert, dass die Spanne zwischen den Schnittpunkten auf der Grundseite des Quadrates, exakt die Quadratseitenlänge der Quadratur ergibt (a).

Hier zeigt sich auch, warum die Position der Maßleiste aus der natürlichen Geometrie aus Innenkreis und Umkreis festgelegt wurde. Der Abstand zur unteren Grundseite des Quadrates beträgt heutige 1,148…cm. Der Abstand von der Oberseite des Quadrates zum Mittelfinger beträgt heutige 3,2cm (8x0,4). Das gesuchte Quadrat zur Quadratur hat eine Seitenlänge von 15,948cm.

 

*Zum Verständnis (Hypothese): Hätte Leonardo da Vinci das römische Maß ‚digitus‘ (=1,852cm) verwendet, dann hätte die Grundseite des Quadrates eine Länge von 9,7 digiti. Das ergibt keinen Sinn. Da Vinci muss demnach eine andere „Maßeinheit“ für diese Zeichnung herangezogen haben. Was er nun macht, ist ganz nah an der Anatomie des Menschen/Mannes: Er nimmt die drei mittleren Finger einer (Männer-)Hand als Maß, weil diese gleich breit/dick sind. Diese legt er drei mal nebeneinander (3×3 =9) -und erhält somit ein realistisches Grundseitenmaß. Denn dieses beträgt genau 1/10 der Mannsgröße in der Zeichnung. Eine reale Mannsgröße entspricht demnach 90 „Mittelfingereinheiten“.