Die Quadratur des Innenkreises (Hand/Knie)

In dieser Variante zur Quadratur ist eindeutig zu erkennen, dass Leonardo da Vinci sie ganz bewusst vor Augen hatte.

Jetzt klärt sich nämlich auch die Frage, warum manche Linien nicht exakt gerade eingezeichnet sind. Es sind dies hierbei die senkrecht verlaufenden Linien am Handgelenk und die waagerecht verlaufenden an den Knien. Misst man die Schräge dieser Linien aus, dann beträgt diese an Knien und Handgelenken gleichsam ca. 1,8°.
Verlängert man die Linien an den Knien, dann führen diese exakt durch den unteren Schnittpunkt zwischen Kreis und Quadrat. Verlängert man die Linie am rechten Handgelenk der Figur, dann trifft diese exakt im 90-Winkel auf die „Knielinie“. In der Zeichnung ist nun sehr schön zu sehen, wie das Quadrat zustande kommt:
Die Verlängerung der Knielinie trifft rechts auf den Kreisbogen. Bildet man an dieser Stelle das Lot auf die Knielinie, dann führt dieses exakt durch die obere, rechte Ecke des Quadrates. Überträgt man nun die gefundene Länge der Knielinie auf die senkrecht stehenden Linien, dann vervollständigt dies das gesuchte Quadrat zur Quadratur des Innenkreises(!).

Spoiler: Es kam bei der Analyse völlig überraschend. Routinemäßig verlängert man die schrägen Linien an den Handgelenken und an den Knien. Dann treffen diese unvermutet, aber exakt im 90°-Winkel! aufeinander -und zusätzlich führen sie durch den Schnittpunkt zwischen Kreis und Quadrat. Das alles war ein Zufallsprodukt während der zeichnerischen Analyse. Das Ergebnis aber ist eindeutig und damit auch der Beweis, dass es vordergründig eine Zeichnung ist, die die (mehrfachen Varianten zur) Quadratur des Kreises beinhaltet.

 

 

 

Bild 2: Das Quadrat in der gespiegelten Version ist ebenfalls nahezu flächenidentisch zum Innenkreis des Quadrates.

 

 

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Achilles Iatropoulos

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